Im Sommer ist es wieder soweit. In der Zeit vom 14. Juni bis zum 15. Juli wird in Russland die Fußball-WM 2018 ausgetragen. Die Spiele werden in insgesamt zwölf Stadien und elf Städten ausgetragen: Im Moskauer Luschniki Stadion, im Spartak Stadion, in Sankt Petersburg, Kaliningrad, Kasan, Wolgograd, Nischni Nowgorod, Samara, Saransk, Jekatarinburg, Rostow am Don und Sotschi treten 32 Teams aus allen Kontinenten gegeneinander an. Einfach wird es für „Die Mannschaft“ nicht, den Titel zu verteidigen, auch wenn Italien und die Niederlande diesmal nicht dabei sind.

Schon im Achtelfinale könnte das wie Phönix aus der Asche wiedererstarkte Brasilien drohen. Aber auch mit den Franzosen, Argentiniern und Belgier wird nach Ansicht vieler diesmal zu rechnen sein. Für viele Fans wird es auch nicht einfach, die Spiele beim Public Viewing oder zusammen mit Freunden im Garten zu schauen – vor allem dann, wenn sie zu den Anstoßzeiten, die teilweise schon auf 12.00 Uhr mittags gelegt wurden, arbeiten müssen. Natürlich werden die Partien auch im Radio übertragen. Allerdings gibt es auch vernünftige Streaming-Apps, mit denen alles live und in Farbe mitverfolgt werden können.

 

Nicht jedem sagen die „Kahns und Welkes“ zu

Der eine oder andere, der schon weiß, dass er die Spiele nicht im Fernsehen zu Hause oder auf öffentlichen Plätzen mitverfolgen kann, überlegt sich schon ein neues Smartphone oder Tablet mit einem besseren und größeren Display zuzulegen. Keine einfache Sache! Aber auch die Wahl der richtigen Streaming-App ist nicht immer leicht.

 

Die Rechte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland haben sich wieder einmal die ARD und das ZDF gesichert. Klar ist auch, dass alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft live im Fernsehen übertragen werden. Mit dem Streaming-Angebot in der Mediathek der beiden öffentlich-rechtlichen Sender werden sich ebenfalls viele Spiele mitverfolgen lassen. Allerdings steht eines auch fest: Es werden nicht alle Spiele gezeigt und wie die Aufteilung zwischen beiden Sendern geregelt wird, ist auch noch nicht abschließend geregelt. Die letzten Spiele in einer Gruppe werden zudem zeitgleich angepfiffen und einige Partien werden voraussichtlich gar nicht live gezeigt. Das ist nicht für jeden befriedigend. Hinzu kommt, dass nicht wenige mit den üblichen Kommentatoren-Duos Welke-Kahn und Opdenhövel-Scholl, Kuranyi und Hitzlsperger sind auch schon eingeplant, so ihre Probleme haben dürften und sich lieber die englischen oder österreichischen Kommentare anhören will – alles durchaus nachvollziehbare Gründe für einen anderen Sender.

 

Streaming Angebote verfügbar – jedoch nicht alle kostenlos

In einem solchen Fall heißt es unbedingt: Eine andere App muss her! Die Auswahl für das Live-Streaming zur WM ist aber gar nicht so einfach, zumal überhaupt noch nicht feststeht, wer sonst noch Rechte für das Streaming in Zweitverwertung erwirbt. Reguläre Fernseh-Streaming-Dienste wie Zatoo übertragen ebenfalls das ZDF- und ARD-Programm. Außerdem sind hier Kosten fällig, wenn es keine „Werbe-Orgie“ werden soll. Außerdem ist überhaupt noch nicht raus ist, ob die Spiele im Schweizer oder österreichischen Fernsehen nicht per Geo-Blocking für deutsche Internet-Kunden gesperrt werden. Die von ARD und ZDF für Deutschland erworbenen Rechte gelten jedenfalls für alle Plattformen, egal ob TV oder Streaming auf dem Smartphone und Tablet. Eine Alternative könnte FOX-Sports sein. Das zu 21st Century Fox gehörende Medienunternehmen aus Los Angeles hat sich die Rechte für den gesamten englischsprachigen Raum gesichert. Neben den Live-Übertragungen können sich Fans vor allem auf die Vorher-Nachher-Shows mit Rachel Bonnets freuen, ebenfalls live im Stream. Für viele ein wesentlich besseres Unterhaltungsprogramm als die Moderatoren-Riegen hierzulande. Auch einige Wettanbieter werden wohl in den Genuss von Live-Streaming-Rechten kommen, Gewinnspiele und Quoten gibt es jedenfalls jetzt schon reichlich. Eine Übersicht findet sich auf sportwetten.org. Die Verhandlungen, wer was und wann übertragen darf, dürften derzeit voll im Gange sein. Allerdings müssen sich die Mitglieder auch hier zunächst anmelden und in der Regel auch eine Einzahlung machen, ehe die Live-Stream-Angebote genutzt werden können.